Was hat sich getan? – Bericht aus dem Stadtrat

Vor drei Monaten hat die neu gewählte Fraktion ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam treiben wir die grüne Transformation unserer Stadt voran – mit viel Energie und einem klaren Fokus auf Lebensqualität und Nachhaltigkeit.

Ein wichtiges Anliegen war uns die Demokratisierung der Ratsarbeit: Wir haben komplett öffentliche Unterlagen gefordert. Zwar sind wir noch nicht ganz am Ziel, aber ein erster Erfolg ist verbucht: Für öffentliche Sitzungen gibt es nun mehr Transparenz durch Zusammenfassungen vorab. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer offeneren Verwaltung.

Auch im Bereich Mobilität und Stadtklima konnten wir erste Ergebnisse erzielen:

  • Sicher ans Herbstfest: Mit dem „Promilleexpress“ haben wir einen ausgeweiteten Busverkehr (nachts und sonntags) für die Festzeit durchgesetzt.
  • Meilenstein Radverkehr: Das Radverkehrskonzept geht nun in die konkrete Maßnahmenplanung. Bis zum Herbst erwarten wir erste Vorschläge. Dass dieser Prozess überhaupt beschlossen wurde, ist ein großer Erfolg – wir fordern nun eine kontinuierliche und konsequente Weiterplanung.
  • Kühle Stadt: Als direkte Antwort auf die steigenden Temperaturen wurde die erste Sprühnebelanlage am Salzstadel installiert.

Besonders am Herzen liegt uns die soziale Infrastruktur und die Teilhabe aller Generationen:

  • Spielplätze für alle: Wir haben eine Anfrage zu den Spielplätzen gestellt und über Social Media Rückmeldungen eingeholt. Wir bleiben hartnäckig dran, damit es in allen Stadtteilen attraktive Angebote für alle Altersgruppen gibt.
  • Zukunft Schule: Mit einem Antrag zum Sanierungsbedarf der Schulen fordern wir eine vollständige Bestandsaufnahme aller Gebäude. Nur wenn die Stadt weiß, wo genau der Bedarf liegt, kann sie solide und fundiert planen.

Wir freuen uns auf die kommenden Monate und all das, was wir nun in die Wege leiten können.

Rückfragen und Kontakt: info@gruene-rosenheim-stadt.de

 

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Foto: Von Rufus46 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80023654


Ein Meilenstein für die Mobilitätswende: Rosenheim gibt grünes Licht für neues Radverkehrskonzept

Rosenheim bewegt sich in eine neue Richtung: Im heutigen Verkehrsausschuss wurde das neue Radverkehrskonzept angenommen. Für uns Grüne ist dies ein bedeutender Erfolg und ein Signal, dass die Stadt endlich den Weg zu einer modernen und nachhaltigen Mobilität einschlägt. Man kann es so sagen: Rosenheim ist „richtig abgebogen“ – hin zu einer Stadt, in der sich alle Verkehrsteilnehmenden sicher bewegen können.

Das Konzept sieht einen massiven Ausbau der Fahrradinfrastruktur vor. Im Zentrum stehen dabei die Schaffung von echten Fahrradstraßen sowie eine spürbare Erhöhung der Verkehrssicherheit. Ziel ist es, das Radfahren in Rosenheim nicht nur attraktiver, sondern vor allem sicherer zu machen – für Pendlerinnen, Schülerinnen und Familien gleichermaßen. Es ist ein großer Schritt für die Lebensqualität in unserer Stadt und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz vor Ort.

Der Zeitplan steht bereits: Bis zum Herbst soll ein detaillierter Maßnahmenplan vorgelegt werden, damit die Umsetzung ohne unnötige Verzögerungen direkt beginnen kann. Wir fordern hier eine zügige Realisierung, damit die theoretischen Planungen schnell in konkrete Verbesserungen auf unseren Straßen münden.

Das Konzept wird im Stadtrat final abgestimmt. Wir freuen uns sehr über diese positive Weichenstellung im Verkehrsausschuss und setzen uns mit voller Kraft dafür ein, dass der Stadtrat diesen Weg für mehr Sicherheit im Radverkehr konsequent mitgeht.

Foto:
Brigitte Klein-Weigel und Robert Lappy vertreten unsere Partei im Verkehrsausschuss.


Frauen in Führungspositonen – Veranstatlung des AK Frauen

Was für ein gelungener Sommerabend! Der Themenabend zu Frauen in Führungspositionen – insbesondere in sozialen Berufen – war sehr informativ und gleichzeitig sehr unterhaltsam.

Die Frage, der sich rund ein Dutzend Teilnehmer*innen am 8.7.26 widmete: „Warum arbeiten in vielen sozialen Berufen überwiegend Frauen – aber die meisten Führungspositionen werden trotzdem von Männern besetzt?“
Nach kurzen Austauschrunden in kleinen Gruppen teilte Diana Becker, Erzieherin und Sozialpädagogin, spannende Einblicke aus Ihrer Bachelorarbeit zu diesem Thema. Neben Ursachen wurden Lösungsansätze vorgestellt, darunter angepasste Recruiting-Strategien, Mentoring-Programme für weibliche Führungskräfte, flexible Führungsmodelle (beispielsweise Co-Leadership) sowie flexible Arbeitszeitmodelle, pflegesensible Arbeitszeitregelungen und Wiedereinstiegsprogramme. Zudem wurde betont, wie wichtig Vernetzung und weibliche Rollenvorbilder in Führungspositionen sind, auch da Frauen in der Regel eine andere Art der Mitarbeiterführung haben und andere Perspektiven einbringen.
Von Astrid Schenck, die als Abteilungsleiterin im Klinikum Rosenheim arbeitet, durften wir zum Abschluss aus erster Hand erfahren, welche Chancen und Herausforderungen Frauen in Führungspositionen begegnen.

Besonders schön: Neben vielen engagierten Frauen waren auch Gäste dabei, die bislang keine Berührungspunkte mit den Grünen hatten.
Vielen Dank an alle, die dabei waren, ihre Erfahrungen geteilt und den Abend mit ihren Fragen und Gedanken bereichert haben!

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Übrigens: Unser AK Frauen freut sich immer über neue Gesichter. Unser nächster Termin findet am 22. September statt – dieses Mal nur für Frauen. Dann besuchen wir gemeinsam den Haupt- und Finanzausschuss des Rosenheimer Stadtrats und tauschen uns anschließend über die gewonnenen Eindrücke aus.
Komm gern vorbei!

Weitere Infos findest du unter „Termine“ und „Mitmachen – Arbeitskreise“.


Arbeitskreis

Frauenpolitik

Dieser Inhalt ist durch das Engagement des Arbeitskreises für Frauenpolitik entstanden. Willst du mehr über den Arbeitskreis erfahren oder aktiv mitwirken? Dann klicke auf den folgenden Button.

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Frischer Wind und Kontinuität: Die Grünen in Rosenheim wählen neuen Vorstand

Am vergangenen Donnerstag sollten bei Bündnis 90 / Die Grünen Rosenheim die Weichen für die kommende Zeit gestellt werden.
Schon der volle Veranstaltungsraum zeigte deutlich, dass es bei der Mitgliederversammlung dabei immer wieder auch um den rasanten Mitgliederzuwachs gehen würde. In Zentrum stand die Neuwahl des Vorstands: Cornelia Lentner, welche die Rosenheimer Grünen gemeinsam mit OB-Kandidatin und jetziger Fraktionssprecherin Anna Rutz in die Kommunalwahl geführt hatte, wurde mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt als Sprecherin bestätigt. In ihrer Bewerbungsrede betonte sie den Teamgeist: „Unser Zusammenhalt ist das Fundament, auf dem wir eine zukunftsfähige grüne Politik für Rosenheim gestalten können. Dass unser Ortsverband so stark wächst, zeigt deutlich, dass die Menschen ein riesiges Interesse an Politik und an der Zukunft ihrer Stadt haben.“

Neu in der Doppelspitze ist Michael Sever, der den langjährigen Sprecher Robert Lappy ablöst. Dieser war nach sechs Jahren nicht erneut angetreten, um sich seinem Stadtratsmandat widmen zu können. Sever setzte in seiner Rede klare Akzente in Richtung Bürgernähe und Transparenz: „Die Rosenheimerinnen und Rosenheimer wollen kein Mauscheln sondern ehrliche Politik“, so Sever. Gemeinsam will das neue Führungsduo in enger Zusammenarbeit mit der Stadtratsfraktion grüne Ziele in der Stadt vorantreiben und den Dialog mit der Bevölkerung intensivieren.

Ein besonderer Moment der Versammlung war der Abschied von den ausgeschiedenen Stadträtinnen und Stadträten Judith Kley-Stephan, Astrid Schenk, Daniela Diekhoff, Frank Lukas und Karl-Heinz Brauner. Die Mitglieder sprachen ihnen ihren herzlichen Dank für ihr langjähriges politisches Engagement und ihren Einsatz für die Stadt aus.

Vervollständigt wird der neue, deutlich jüngere Vorstand durch Sandra Metzger und Janina Winkler, die neu als Beisitzerinnen hinzukommen. Wiedergewählt wurden Hoodo Ibrahim, Lea Pillny und Andreas van Eyken als Beisitzer sowie Bastian Trieb als Schatzmeister.

Auf dem Foto: der neue Vorstand, Cornelia Lentner und Michael Sever mittig
Fotografin: Eva Kieckhäfer

Rückfragen und Kontakt: info@gruene-rosenheim-stadt.de


Radikalisierung begegnen, aber wie? – Treffen des AK Frauen

Wie kann man umgehen mit Menschen im näheren oder entfernteren Umfeld, die sich radikalisieren? Was hilft da wirklich? Das fragen sich wohl immer mehr Menschen.

In einer gemütlichen Runde von einem Dutzend Frauen näherten sich die Teilnehmer des AK-Frauen am 19.11. diesen Fragen und ihren Antworten an. Hilfreiche Erkenntnisse und Vorgehensweisen konnten aus dem Austausch von eigenen Erfahrungen sowie aus dem Buch  „Warum wir Familie und Freunde an radikale Ideologien verlieren – und wie wir sie wieder zurückholen“ der Kommunikationsexpertin Dana Buchziks gewonnen werden. Drei Frauen stellten Inhalte des Buchs vor.

Einige Erkenntnisse des Abends:

Was wir als Gesellschaft tun können? Beratungsstellen finanzieren und Forschung fördern. Was können wir als Individuen tun? Andere Suchmaschinen nutzen, um nicht nur für uns vorgefilterte Inhalte ausgespielt zu bekommen, unsere Filter-Bubbles bewusst aufbrechen, mit Menschen außerhalb unserer Echokammer sprechen. Und vor allem: Hinschauen. Radikalisierung passiert nicht über Nacht. Es ist ein Prozess. Und in jedem Stadium dieses Prozesses gibt es Menschen, die eingreifen können.

Besonders hilfreich ist das direkte Gespräch. Online funktioniert Gegenrede nur bedingt. Wenn ich meinem radikalisierten Kollegen, Nachbarn oder Familienmitglied begegne, kann es hilfreich sein, sich zunächst auf die gemeinsamen Grundwerte zu einigen, um darauf aufzubauen. Das kann beispielsweise so aussehen: „Ich kann sehr gut verstehen, dass du gerne ein Leben führen willst, in dem es dir gut geht und du gleich behandelt wirst wie andere (Grundwert Fairness). Das will ich auch – das sehen wir gleich.“ Oder: „Ich kann verstehen, dass du dich derzeit nicht unterstützt fühlst von der Politik / dass du das Gefühl hast, immer weniger Geld auf deinem Konto zu haben, obwohl du viel arbeitest / dass du es gerade schwer hast, eine geeignete Wohnung zu finden – so geht es mir auch.“ Im weiteren Gespräch könnte man darauf eingehen, wie die Lage sich verändern würde, wenn die eine oder die andere Partei die Regierung stellen würde. Auch eigene Ängste und Sorgen, die man selbst davor hat, sollten bestimmte Parteien an die Macht kommen, können angesprochen werden.

Es ist hilfreich, bei solchen Gesprächen ruhig zu bleiben. Durch Fragen kann man das Gegenüber besser verstehen und Zeit gewinnen. Anschließend kann höflich und freundlich widersprochen werden, wenn man selbst anderer Meinung ist. Sollte das Gespräch sich in eine ungute Richtung entwickeln, etwa indem die andere Person Sie nicht ausreden lässt oder beleidigt, sollte das Thema gewechselt werden.

Gesamtgesellschaftlich sei es wichtig, dass die Politik mehr Gelder für Deradikalisierung bereitstellt, u. a. für Wissenschaftsförderung zu dem Thema, so Buchzik. Auch die Medien spielten eine entscheidende Rolle. Es solle weniger aus der Perspektive der Täter berichtet werden, viel mehr eine Betrachtung von außen stattfinden und radikalen Politikern nicht unverhältnismäßig viel Sendezeit zur Verfügung gestellt werden.

Eine besonders wichtige Rolle bei der Deradikalisierung spielen Freunde und Familie. Das zu wissen, kann vielleicht der*dem ein oder anderen Mut machen, sich auch schwierigeren Themen gemeinsam mit seinen Liebsten zu widmen und ihnen die Hand auszustrecken, sodass das Gegenüber weiß, wer für sie*ihn da ist, wenn sie sich wieder von den radikalen Ideologien distanzieren und zurückkommen in eine Gesellschaft mit weniger Hass und mehr Empathie.


Arbeitskreis

Frauenpolitik

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